Gefühlswelt in Schieflage: Panik, Anspannung und Angst beherrschen deinen Alltag zunehmend!

Könnt ihr erraten um welche Medikamente es sich hier geht, die manchmal verschrieben werden, bei:

  • Schlafstörungen
  • Angst- und Panikstörungen
  • Krampfanfällen
  • Muskelschmerzen, -verspannung

…. hier geht es um Benzos, oder auch Benzodiazepine. Das sind starke Beruhigungs- und Schlaftabletten.

Diese wirken unter anderem wie folgt:

  • Beruhigend, betäubend
  • Angstlösend
  • Spannungslösend
  • Enthemmend

Das hört sich erstmal gut an, oder?
Naja, so einfach ist das nicht...

Besonders starke Wirkungen, heißen meistens auch besonders starke Nebenwirkungen:

  • Ganz besonders hervorzuheben ist die hohe Suchtgefahr, eine Abhängigkeit ist bei Benzos besonders schwierig zu überwinden.
  • Nach nur 3-7 täglichem Konsum ist das Abhängigkeitsrisiko besonders hoch
  • Eine Suchterkrankung ist eine psychische Erkrankung, die manchmal ein Leben lang bleibt
  • Der Entzug kann bis zu 3 Monate dauern
  • Dabei gilt auch je jünger, desto größer das Abhängigkeitsrisiko

Es gibt in Deutschland zwischen 1,4-1,9 Millionen Abhängige. Das ist schon eine ganze Menge. Zum besseren Vergleich München hat rund 1,488 Millionen Einwohner und Hamburg rund 1,853 Millionen.

Ein prominentes Beispiel:

Eine Sucherkrankung hat immer eine Geschichte. Im Fall von T-Low wurde eine Panikstörung mit Benzodiazepinen selbstbehandelt, anstatt sich mit der Behandlung der Angststörung auseinanderzusetzten.

Wenn du T-Low, den deutschsprachigen Cloud und Trap Rapper kennst, dann kennst du bestimmt auch Aussagen wie:

  • Wenn sich dein Körper nach sterben anfühlt, gibt es keinen Schlaf!
  • Irgendwann war mir alles egal, auch ob ich morgens aufwache und an meiner eignen Kotze ersticke!
  • Durch die Scheiße wirst du ganz anders, wie ein Zombie im Kopf, und tust deinen Freunden und deiner Familie weh, nur um den „Shit“ zu bekommen.

Solche Gedanken sind typisch für besonders stark Medikamentenabhängige, da Benzos zwar eine angstlösende, aber auch stark enthemmende Wirkung haben.

Sehr schnell brauchst du immer mehr Tabletten, um denselben Effekt „wie bei der ersten Tablette“ zubekommen. Viele kommen da auch auf die Idee andere Substanzen, wie z.B. starke Schmerztabletten und Cannabis, Alkohol und Amphetamine mit Benzos zu kombinieren, um den Effekt zu steigern.

So kommt es schnell zu einem besonders riskantem Konsumverhalten, mit einem großen Risiko an einer Überdosis zu sterben, weil die eigenen Grenzen nicht mehr eingeschätzt werden können, oder die Substanzen verunreinigt sind mit Arsen (in Rattengift enthalten) oder Fentanyl (eins der stärksten Schmerzmittel).

Du hast davon schon mal gehört oder selbst mal ausprobiert und hast Fragen rund um den Konsum? Du fragst Dich, wie du Freund:innen und Verwandten, die einen gesteigerten Konsum haben, helfen kannst.

Wir helfen dir in unserer psychologischen Jugendberatung für Jugendliche und deine Angehörigen; Freund:innen und Familie.

Kontakt:
ginko Stiftung für Prävention
Kaiserstraße 90
45468 Mülheim an der Ruhr

Tel.: 0208 30069-31
info@ginko-stiftung.de

Wir sind montags bis freitags zwischen 8:00 und 16:00 Uhr und nach Vereinbarung erreichbar.
Termine vergeben wir nach telefonischer Vereinbarung oder auch über WhatsApp 01575 4173204.

Was ist Sucht? Gesundheitswissen

Was ist Sucht? Gesundheitswissen